Ein paar hohe Obstbäume, eine artenreiche Wiese darunter, Tiere, die das Fallobst wegräumen — und plötzlich läuft ein System, das Generationen ernährt hat. Wie die Streuobstwiese als Kreislauf funktioniert, warum Beweidung den Schädlingsdruck senkt, und wie du mit kluger Sortenwahl fast das ganze Jahr eigenes Obst hast.
Hinter dem „Plan erstellen"-Knopf stecken drei Rechenschritte: wie viel von was, wohin mit dem Wasser, und wo genau alles hinkommt. Hier sind alle drei ohne Fachchinesisch erklärt.
Was draußen wächst, ist mehr als Beikraut. Es ist Vorrat, Hausmittel, Apotheke. Diese Rubrik sammelt das alte Wissen vom Sammeln, Haltbarmachen und Heilen — Schritt für Schritt, ehrlich eingeordnet, zum Selbermachen.
Löwenzahnkapern, Fichtenspitzensirup, Holunderblütengelee. Was draußen an Wald, Wiese und Wegrand wächst, ist meist umsonst — und schmeckt oft besser als das Gekaufte. Eine Anleitung zum Anfangen.
Spitzwegerich als Wiesenpflaster, Schafgarbe als Soldatenkraut, Giersch als Gichtkraut der Klostergärten. Die meisten Pflanzen, die wir aus dem Beet reißen, standen jahrhundertelang in den Kräuterbüchern. Eine Wiederbegegnung mit dem, was direkt vor der Tür wächst.
Das schmale Blatt vom Wegrand ist das klassische Hustenmittel zum Selbermachen — in der Pflanzenheilkunde seit Jahrhunderten bewährt. Zwei Zutaten, ein bisschen Geduld, fertig. Hier das Rezept — und das Wissen dahinter.
Baumharz verschließt die Wunden des Baumes. In der Volksheilkunde des Alpenraums wird es seit Jahrhunderten für Salben genutzt — Pechsalbe ist eines der ältesten Hausmittel: drei Zutaten, ein Wasserbad, fertig. Hier das Rezept und das Wissen drumherum.
Ein Glas, ein gutes Öl, eine Handvoll Kräuter. Daraus wird Ringelblumenöl, Johanniskrautöl, Lavendelöl — und die Grundlage für jede selbstgemachte Salbe. Der Ölauszug ist das einfachste und vielseitigste Verfahren der Hausapotheke.
Wasser fällt aufs Dach, wird gefiltert, getrunken, wiederverwendet — und verlässt das Grundstück nie als Abwasser. Strom aus Sonne, Wärme aus Holz und Kompost, Nahrung aus Beeten innen wie außen. Eine Vision vom Haus als geschlossenem Kreislauf — und eine ehrliche Bestandsaufnahme, was davon heute geht.
Kompost ist der Motor jedes Permakultur-Gartens: Er macht aus Abfall Dünger, schließt den Nährstoffkreislauf und baut lebendigen Boden auf. So setzt du ihn richtig an — und warum er nicht stinkt.
Ein Hochbeet ist eine stehende Hügelkultur: geschichtet von grob nach fein, wärmt es sich früher auf, liefert Jahre lang Nährstoffe und schont den Rücken. So baust und befüllst du es richtig.
Die Kräuterspirale ist das Permakultur-Lehrstück schlechthin: eine aufsteigende Trockenmauer schafft vom trockenen Süden bis zur feuchten Wasserzone vier Mikroklimata — Platz für fast jedes Küchenkraut. So baust du sie.
Ein Gartenteich ist mehr als Zierde: Er ist Tränke, Kinderstube für Nützlinge und Klimapuffer. Mit abgestuften Zonen und der richtigen Tiefe wird er zum lebendigen, pflegearmen Biotop. So baust du ihn.
Die meisten gekauften Insektenhotels sind hübsche Attrappen. Mit den richtigen Materialien wird daraus eine echte Kinderstube für Wildbienen und Nützlinge — und die fressen dir die Blattläuse weg. Was funktioniert und was nicht.
Verdichteten, ausgelaugten Boden musst du nicht umgraben — du kannst ihn pflanzen. Tiefwurzler brechen die Verdichtung, Leguminosen düngen mit Stickstoff, Mulch füttert das Bodenleben. So heilst du Boden mit Pflanzen statt mit dem Spaten.
Verrottung erzeugt Wärme — viel davon. Die Kompostheizung nach Jean Pain fängt sie mit einem Wasserschlauch im Kern einer großen Häckselmiete ein und liefert monatelang warmes Wasser. Wie das Prinzip funktioniert und was es wirklich kann.
Eine Komposttoilette spart Trinkwasser, braucht keinen Anschluss und schließt den Nährstoffkreislauf. Das Geheimnis gegen Geruch ist simpel: Urin und Feststoff trennen, ordentlich einstreuen, gut lüften. So funktioniert sie.
Permakultur ist ein Designsystem mit einer Reihenfolge. Hier ist der ganze Prozess — Phase für Phase, Schritt für Schritt, mit dem Prinzip hinter jedem Schritt und der Stelle, an der der Gartenplaner ihn übernimmt.
Bevor du Geld für eine Laborprobe ausgibst: die klassische Fingerprobe verrät dir in einer Minute ob du Sand, Lehm, Ton oder Humus hast — und damit was dein Garten braucht.
Die klassische indigene Mischkultur Mais–Bohne–Kürbis ist genial — aber Mais funktioniert in Mitteleuropa nicht überall. So passt du das Prinzip an deine Klimazone an.
Die Kombination ist Klassiker — nicht aus Tradition, sondern aus Biologie. Was Basilikum für die Tomate macht, was die Tomate dem Basilikum gibt, und wie du es richtig anpflanzt.
Ein Hügelbeet (Hügelkultur) speichert Wasser, wärmt sich früher auf und liefert 3–5 Jahre Nährstoffe ohne nachzudüngen. So baust du es in einem Wochenende.
Was bedeutet "Zone 7" wenn du Bayern, Brandenburg oder Sachsen gärtnerisch? Welche Frostdaten, welche Anbau-Saison, welche Sorten — und wie der Plan sich darauf einstellt.
Mit einfachen Mitteln kannst du in Mitteleuropa fast ganzjährig ernten. Was Vlies kann, was der Folientunnel, was der Kaltrahmen — und welcher Schutz wann wirklich lohnt.
Bill Mollison hat die Zonen für Selbstversorger-Höfe erfunden. Auch im 200-m²-Garten lohnen sie sich — als Faustregel was wo hingehört und wie viel Pflege du wo erwartest.